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 | Biografie - Holger plaudert aus dem Nähkästchen |
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Angefangen hat alles im April 2003. Zwei frustrierte und von demotivierten Bands gelangweilte Musiker, die überlegten, mit einer neugegründeten Band ihre persönlichen Spuren in der Musik des 21.
Jahrhunderts zu hinterlassen.
Chris und Holger (meine Wenigkeit).
Unterschiedlicher konnten die Vorstellungen eines neuen Band-Projektes gar nicht sein.
Chris fühlte sich im melodiösen Rock zu Hause. Seine Favoriten waren und sind Bands wie Genesis und Toto.
Ich hingegen hatte mir Bluesrock der britischen Bands, wie INMaTES, 9 below zero und Dr.Feelgood als Vorbild für die neu zu formierende Band vorgestellt.
Christians erste Meinung zu meinem Vorhaben der coolen Bluesrockband war knapp, wie auch eindeutig : "Bluesband - och nee"
Als ich Chris jedoch versprach, keine Kronenkorken unter die Schuhe zu Nageln und nicht fortlaufen "How, how how", oder "Oh Lord gimme the blues" zu trällern, konnte ich ihn zumindest dazu überreden, mal in den "Kram" reinzuhören, der mich begeisterte.
Aber es gab da noch andere Probleme - ohne Bassgitarre - irgendwie keine richtige Band.

Zum Glück hatte Chris noch einen "Basser" in der Hinterhand. Unseren
Ralf - damals zwar schwer vorstellbar, daß er sich für unser Ziel
begeistern konnte, denn im Terminkalender des Profimusikers (ey, der
verdient seine Kohle damit - WOW - das waren meine Gedanken !!) war
damals nicht viel Platz für ein völlig neues Band-Projekt.
Er kam dann aber doch, wenn auch ein wenig müde und gelangweilt, zu
einer Session vorbei, und irgendwie machte es "Klong" (oder klick,
klack, peng, schroing - wie auch immer)

Die erste Session zu dritt ließ erahnen, welches Potential in dieser
Verbindung lag, denn das Wichtigste schien zu stimmen: die "Chemie"!
Aus dem gelangweilten Ralf (und dem fuc... Rest !!) wurde binnen
kürzester Zeit ein ambitonierter, motivierter und lustiger "Haufen" -
Man hatte einfach Spass zusammen.
Jetzt wurden alte Soul und Blues Songs aus den CD Ständern gekramt, und
man begann ein Programm auf die Beine zu stellen.
Dazu gehörtenen Klassiker wie "Mustang Sally", "Sweet Home Chicago" und
"Destination Anywhere" ebenso wie moderne, knackige Powerbluessongs wie
"Born To Love You", "Wrap It Up", "Unchained Dog", "Fire Down Below" und
"Too Many Cooks". Und natürlich fehlten auch diverse Genretypische
Reisser von Hendrix und Stevie Ray Vaughan nicht!
Als Sologitarrist stieß wenig später, der von Ralf gescoutete Ingo
Brombach zur Band. Ralf kannte ihn durch eine langjährige Zusammenarbeit
in einer anderen Band als fähigen Gitarristen.
Im Handumdrehen hatte man ein schönes Bündel knackiger Songs im
Repertoire, so daß die ersten Gigs in Wuppertal und Solingen folgten.
2004 machte man sich auf, um die Debut CD "2 days..." auf ein Masterband
zu bannen. Im schnuckeligen Tonstudio des Dirk Fleck in Wuppertal wurden
10 Songs binnen eines Tages auf die Bandmaschine "gepumpt" - nach dem
Motto : rein - spielen - mischen - raus, entstand ein wirklich
gelungenes Album.

2005 stieg ich aus. Die Luft war bei mir einfach raus. Es "passierte"
nichts mehr. Die Arrangements standen, und irgendwie fehlte mir die alte
"Magie" - ich zog weg und blickte manchmal auch wehmütig zurück, aber
das Kapitel war abgeschlossen.
Die Band suchte sich einen neuen Sänger und machte weiter. Doch die neue
Besetzung konnte die alte MAGIE nicht wiederbeleben. Chris und Ralf
waren frustriert und enttäuscht. Sie beschlossen im Januar 2007 die Band
aufzulösen.
Chris hatte nun allerdings gar keine Band mehr, und in wehmütiger
Erinnerung an alte Zeiten fragte er Ralf: "Wie wär? es denn, wenn wir
Holger noch mal fragen würden?". Ralf hatte sich zwar gerade an den
Gedanken an mehr Freizeit gewöhnt, aber die Vorstellung daran die alte
MAGIE wiederzufinden ließ ihn schließlich bei mir anrufen.
Darauf hatte ich nur gewartet.
Ralf erzählt heute gerne, dass meine Antwort: "Bin dabei!" auf seine
Anfrage hin für ihn die wichtigsten Worte des Jahres 2007 sind. Und mit
diesen beiden Worten war auch alles gesagt, denn als wir drei uns
wiedertrafen, brauchte es nur 3 Akkorde und 2:30min Zeit um einmal die
Augen zu schliessen, wieder zu öffnen, kräftig die Birne zu schütteln
und zu verstehen:
- DA IST SIE -
- DIE MAGIE -
- SIE WAR GAR NICHT WEG -
- HATTE SICH NUR MAL HINGELEGT - JETZT WAR SIE WIEDER WACH GEWORDEN -
Die erste Probe der Reunion werde ich jedenfalls NIE vergessen.
Eines brannte mir noch unter den Nägeln - ich wollte endlich die lästige
Gitarre loswerden um mich voll und ganz dem Gesang zu widmen.
Es folgten Auditions mit einigen Gitarristen - Ralf war da schon sehr
auf Qualität und dem gewissen "Etwas" fokussiert.
Im Grunde genommen war es ähnlich wie ganz am Anfang mit Ralf.
Da kommt der nette, von Ralf vorgeschlagene, Herr Humpert mal zur
Session vorbei, der eigentlich GAR KEINE Zeit für ein neues Projekt hat.
Stellt sich hin, dreht an seinen Knöpfen und spielt 90% unserer Stücke,
ohne sich vorher darauf vorzubereiten, mit einer nie dagewesenen
Interpretation unseres "Zeugs" und einem dermassen geilen Blues-Twang -
RUNTER - Tja - nächsten Dienstag ist PROBE, schon was vor Herr Humpert ??.
Zur gleichen Zeit hatten wir Heiko vorspielen lassen - anderer Typ -
anderer Sound - aber trotzdem sehr interessant, musikalsich wie chemisch !
Da ich sowieso vor hatte meinen Job als Gitarrist an den Nagel zu
hängen, passte auch das wieder, wie die Faust auf?s Auge: Dann wird der
Heiko halt unser Rhythmus-Gitarerro! Glücklicherweise war Heiko auch von
der Idee angetan und begann an den Stücken zu arbeiten.
Wir hatten schnell ein Cover-Programm erarbeitet mit dem wir 2007 und
2008 in Wuppertal, Solingen und Köln einige Gigs spielten. Das Gasthaus
Schaaf wurde zu unserem 2ten Wohnzimmer, ob als Einzelact oder
Blues-Session - hier fühlten wir uns immer wieder zu Hause.
Ralf fing an eigene Texte zu schreiben, und wie aus Geisterhand gelang
es mir, diese in NAT-Manier zu vertonen. Die ersten "zarten" Versuche
der Eigenkompositionen hämmerten uns dermaßen ins Hirn, so daß wir immer
mehr Stücke komponierten. Chris und Rainer arbeiteten eifrig mit an den
Arrangements, und so bekamen die Rohfassungen durch eingängige Rhyhtmik
und brilliante Gitarren-Hooks schnell ein markantes "Gesicht". Schnell
waren 6-7 Nummern fertiggestellt, und weitere lagen bereits in unseren
Schubladen.
Nun kamen leider Unstimmigkeiten bezüglich der Arbeitsweise und
Auffassung der von Ralf und mir vorbereiteten Stücke auf. Heiko war mit
der Situation, der begrenzten Möglichkeit der Einflussnahme am Prozess
des Komponierens, leider sehr unzufrieden. Im Januar 2009 trennten sich
daher unsere Wege - Wir wünschen Heiko das Beste für seine persönliche
und musikalische Zukunft, denn wir hatten bis zu diesem Zeitpunkt viel
Spass miteinander.
Jetzt habe ich also wieder die Gitarre um den Hals hängen und schaffe
mir die neuen Arrangments der Stücke drauf, die die Band in den letzten
1 1/2 Jahren erarbeitete. Ende 2009 werden wir genung eigenes Material
am Start haben um Anfang/Mitte 2010 im Studio die neue CD aufnehmen zu
können.
In diesem Sinne.......
natrocksyoursoul
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